„Wer putzt den Pott?“ und
„aktive Mittagspause“ im Technischen Rathaus
Anlässlich des Internationalen Kampftags der Frauen war die von der engagierten Gewerkschafterin Irene Hüfner initiierte Wanderausstellung fast zwei Wochen lang im Technischen Rathaus in Oberhausen-Sterkrade zu sehen. Eröffnet wurde sie am 7. März mit einer „aktiven Mittagspause“.
„Wer putzt den Pott?“ macht unsichtbare Arbeit sichtbar:
Die Ausstellung zeigt Arbeitsgeräte und ‑berichte von Reinigungskräften aus der Region. Sie informiert über die Geschichte des Berufs und über seine Arbeitsbedingungen gestern und heute. Und gibt damit Einblick in eine Tätigkeit, die jede/r kennt, von deren fachlichen, technischen und körperlichen Anforderungen aber kaum jemand weiß.
Die Ausstellung ist ein eindringliches Plädoyer für die gesellschaftliche und nicht zuletzt auch finanzielle Aufwertung der Tätigkeit der meist weiblichen Reinigungskräfte. Das Projekt bildet eine Klammer zwischen den Beschäftigten in privaten Reinigungsunternehmen, im öffentlichen Dienst und im Gastgewerbe bzw. in privaten Haushalten, für die jeweils unterschiedliche Gewerkschaften zuständig sind. Und fördert so eine gemeinsame Interessenvertretung.
Getragen wird die Wanderausstellung „Wer putzt den Pott?“ von Arbeit und Leben (DGB/VHS) sowie den maßgeblichen Gewerkschaften IG BAU, ver.di und NGG. Diesmal war auch das Frauen-Plenum Oberhausen als Veranstalter mit dabei.
Am 7. März wurde die Ausstellung mit einer „aktiven Mittagspause“ eröffnet:
Begrüßt wurden die BesucherInnen im Foyer des Technischen Rathauses von Britta Costecki, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Oberhausen.
Yvonne Sachtje (NGG) berichtete über die aktuellen Arbeitsbedingungen von Reinigungskräften in privaten Haushalten und im Gastgewerbe.
Peter Köster (IG BAU) informierte über die Situation der Beschäftigten in seinem Bereich, den privaten Reinigungsunternehmen.
Leider konnte von ver.di niemand kommen, um über die Arbeitsbedingungen der wenigen verbliebenen Reinigungskräfte im öffentlichen Dienst zu sprechen.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Barbara Kröger von Arbeit und Leben. Zwischen den Redebeiträgen las Irene Hüfner „Kittelgeschichten“, kurze Berichte aus dem Arbeitsleben, die von verschiedenen Kolleginnen geschrieben wurden.
Wer weitere Informationen zu der Ausstellung haben oder das Projekt unterstützen möchte, kann sich gerne an Barbara Kröger (Arbeit und Leben, Tel. 0208 – 825‑2830) oder direkt an Irene Hüfner (Tel. 0208 – 676276) wenden.
Petra Stanius